Herstellung

Schon vor mehr als sechseinhalbtausend Jahren nutzten die Ägypter, Römer und Kirchenleute schon Stempel. Für Dokumente und Markierungen. Schon früh wurde erkannt, dass Stempel, die eine flexible Stempelfläche besitzen, einfacher zu verwenden sind, als Stempel die aus Ton gefertigt waren. Im Laufe der Zeit hat sich die Stempeltechnik immer weiter entwickelt. Durch die Verfeinerung der verwendeten Materialien und Techniken konnten auch die Stempeltexte verfeinert werden.

Man wollte von den einfachen Schriftzeichen abkommen, die lange Zeit verwendet wurden. Die ersten Stempel mit flexibler Stempelfläche waren Gummistempel oder Holzstempel, die mit Tierhäuten und Leder bezogen waren.

Durable materials for text plate production are required

Auch in der heutigen Zeit haben Stempel nicht von ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeit verloren. Sie besitzen weiterhin einen hohen Stellenwert. Daher mussten die Techniken der Textplattenherstellung weiterhin verbessert werden. Nicht nur die Lesbarkeit der Stempel wurde verbessert, sondern auch die Langlebigkeit.

Das zur Textplattenherstellung verwendete Material sollte dauerhaft elastisch bleiben und nicht nach einigen Jahren brüchig werden. Die einst verwendeten Naturharze konnten diese Beständigkeit nicht bieten. Es wurden daher im 20. Jahrhundert polymere Kunstharze entwickelt, die auch als Flüssigpolymer bezeichnet werden, die mithilfe von UV-Licht ausgehärtet wurden.

Diese Technik der Stempelherstellung ist mittlerweile ebenfalls überholt. Spezialgummis wurden speziell für die Stempelherstellung entwickelt, die dann mittels Lasertechnik bearbeitet werden können, man braucht sie auch nicht mehr aufwendig zu vulkanisieren.

Lasertechnik für feinste Stempelplattenherstellung

Laser, die computergesteuert spezielle Stempelgummis fräsen, können hochwertige Stempelergebnisse garantieren.

Stempel müssen sehr präzise hergestellt werden, damit die Stempelergebnisse hochwertig sind. Die Lasergravur ist da bedeutend besser geeignet als die altbekannte Handarbeit. Bei der Lasergravur werden die Laser computergesteuert und können detailgenau arbeiten. Derart feine und gleichmäßige Arbeiten sind mit anderen Arbeitstechniken nicht erreichbar. Laser lassen sich durch die Computersteuerung konfigurieren und sind dann in der Lage, die verwendeten Vorlagen bis auf 1000 dpi detailgetreu zu fräsen.

Zumeist werden mehrachsige Laser verwendet, die mittels eines Computers, der sich im Gerät befindet, angesteuert werden. Während der Fräsarbeiten sorgen integrierte Absaug- oder Ausblasdüsen für eine saubere Arbeitsfläche, weil das bei den Fräsarbeiten entstehende Gummimehl permanent entfernt wird. Eine Verklebung aufgrund verbleibender Materialrückstände ist somit nicht möglich.

Verschiedenste Arten von Laserstempelgummis

Aufgrund der verwendeten Lasertechnik können Laserstempelgummis in jede gewünschte Form gebracht werden. Laser können viele unterschiedliche Materialien fräsen. Die Vorteile liegen bei dieser Fertigungsart auf der Hand.

Einer flexibel gestalteten Stempelerstellung stehen keine technischen Hindernisse mehr im Weg. Jeder Stempel kann mittels Lasertechnik genau auf die Bedürfnisse der Käufer für deren späteren Verwendungszwecke abgestimmt werden.

Für die Stempelherstellung eignen sich Materialien, die laugen- oder säurebeständig sind. Die Stempelgummis, die am häufigsten verwendet werden, sind schon vorgefärbt. Bei der Herstellung von Stempeln mit Flüssigpolymer werden klare oder leicht transparente Gummis verwendet, diese werden aber nach einiger Zeit unansehnlich. Sie sind nicht laugen- und säurebeständig, daher werden bei der Lasergravur andere Gummiarten bei der Stempelfertigung vorgezogen.

Die Vorteile der Lasergravur

Die zu Stempelplatten gefertigten Gummis, ob nun mit Lasergravur oder mithilfe des Photopolymerverfahrens aus Flüssigpolymer gefertigt, können auf die unterschiedlichsten Stempel geklebt werden.

Es gibt Stempelgriffe aus Holz, Plastik und Metall. Für eine Vielzahl von Stempeln werden noch herkömmliche Stempelkissen benötigt. Andere Stempelvarianten besitzen innen liegende Stempelkissen, die besonders praktisch zum Mitführen sind, da kein zusätzliches Stempelkissen notwendig ist. Besonders beliebt sind Stempelplatten aus Mikropor, die in allen Bereichen nutzbar sind.

Aufgrund der günstigen und detailgetreuen Lasergravur werden Stempel auch im privaten Bereich immer beliebter. Früher wurden Stempel zumeist nur im Bürobereich genutzt, heute leisten sich viele Privatkunden einen Namensstempel usw. Photopolymerstempel sind nicht so haltbar, wie Stempel, die aus Micropor mittel Lasergravur gefertigt werden, diese Art Stempel besitzt eine Haltbarkeit, die 3 bis 10 fach länger ist. Werden mikroporöse High-Tech Gummis bei der Stempelanfertigung verwendet, können diese auch mit Stempelfarbe vorgefärbt werden und ohne ein zusätzliches Stempelkissen als Dauerstempel verwendet werden.

Stempel, die mittels Lasergravur gefertigt werden, sind umweltfreundlicher im Herstellungsvorgang, da weder das Vulkanisieren noch das Photopolymerverfahren ohne Verwendung von Chemikalien möglich ist.

Die höchste Genauigkeit bei der Anfertigung ist nur bei der Lasergravur erreichbar. Alle anderen Fertigungstechniken sind aufwendiger, teurer und nicht so detailgetreu. Wird die Lasergravur zur Stempelfertigung verwendet, fällt wesentlich weniger Abfall während der Produktion an, wie bei den anderen Fertigungsverfahren. Die Texte und Grafiken, die die Käufer der Stempel auf ihren Stempelplatten wünschen, lassen sich mithilfe der Computertechnik einfacher übernehmen, generieren und auf die Lasertechnik besser übertragen. Die Fertigung mittels Lasergravur erfolgt dann genau nach der Kundenvorlage.

Das Photopolymerverfahren

Um Stempelplatten im Photopolymerverfahren herstellen zu können, müssen die Kundenvorgaben abfotografiert werden und mithilfe eines Films im Negativ dargestellt werden. Das Negativ wird genau auf die Größe der späteren Stempelplatte projiziert. Stempelplatten, die aus Flüssigpolymer gefertigt werden, können nicht nur Logos und Texte, sondern auch Grafiken darstellen.

Für die Herstellung wird eine transparente Glasplatte benötigt, unter die der Negativfilm bündig angeheftet wird. Bei diesem Verfahren dürfen keine Luftblasen entstehen, daher muss besonders aufmerksam gearbeitet werden. Die Arbeiten finden in einer Dunkelkammer statt, danach wird transparenter oder milchiger Flüssigpolymer auf die Glasplatte von oben aufgegossen. Die Glasplatte wird samt Negativfilm und aufgegossenem Flüssigpolymer belichtet. Die Belichtung erfolgt durch eine UV-Bestrahlung mithilfe einer Speziallampe, die gleichzeitig das Flüssigpolymer aushärtet.

Die UV-Bestrahlung muss phasenweise ganzflächig sein, damit eine gleichmäßige Aushärtung von dem verwendeten Flüssigpolymer erfolgen kann und die Stempeltexte exakt übernommen werden und nicht verschwimmen.

Nach der Aushärtung müssen nicht gehärtete Anteile von Flüssigpolymer ausgespült werden. Hierfür werden Chemikalien verwendet, die die unbelichteten Teile der Stempelplatte lösen, damit diese vorsichtig abgespült werden können. Bei dieser Arbeit ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, damit die Buchstabenzwischenräume bei der fertigen Stempelplatte auch wirklich klar und deutlich zu erkennen sind.

Diese Spülarbeiten sind sehr zeitaufwendig, da auch die kleinsten Rückstände von unbelichtetem Flüssigpolymer entfernt werden müssen. Nach diesen aufwendigen Reinigungsarbeiten wird die Stempelplatte auf die gewünschte Größe zugeschnitten und noch einmal nachbelichtet, damit sie richtig aushärten kann. Je nach Beschaffenheit der fertigen Stempelplatte ist es möglich, dass diese noch mit einem gummiartigen Schaumstreifen verbunden wird, bevor sie auf die fertige Abdruckplatte von einem Holzstempel montiert wird. Der Schaumstreifen verbessert zusätzlich die Stempeleigenschaften der Stempelplatte, weil dieser beim Aufdruck leicht abfedert.

Stempelplatten, die aus Flüssigpolymer gefertigt sind, sind zur Verwendung von handelsüblicher Stempelfarbe in Kombination mit normalen, aber auch integrierten Stempelkissen bestens geeignet. Produkte aus Flüssigpolymer sind nicht laugen- oder säurebeständig.

Stempel aus vulkanisiertem Gummi

Auch in der heutigen Zeit werden häufig noch Stempel verwendet, die aus vulkanisiertem Gummi bestehen. Das beste Beispiel für eine derartige Stempeltechnik sind verstellbare Stempel, wie z. B. Datumsstempel. Bei diesen Stempeln lässt sich das jeweils aktuelle Datum mithilfe von Rädchen einstellen. Die einzelnen Zahlen befinden sich auf einem endlos rundum laufenden Gummi. Weder die Lasergravur noch die Photopolymertechnik wären für die Herstellung derartiger Stempel geeignet.

Das Vulkanisieren von Gummi zur Stempelherstellung bietet ebenfalls viele Vorteile. Die Fertigung ist einfach und günstig und die fertigen Stempel robust im Einsatz. Die verwendeten Gummiarten sind zumeist laugen- und säurebeständig. Handelsübliche Stempelfarbe, sowie interne und externe Stempelkissen können verwendet werden.

In der heutigen Zeit gibt es für jeden Einsatzbereich den passenden Stempel.

Das Material der Stempelplatte sollte genau auf die spätere Verwendung zugeschnitten sein.

Das bevorzugte Material der Stempelplatte entscheidet somit auch die Art der Fertigung, da sich nicht alle zur Verfügung stehenden Materialien für alle Fertigungsarten eignen.

Eine umfassende Beratung vom Stempelmacher ist daher empfehlenswert, damit der gewünschte Stempel den späteren Anforderungen genau entsprechen kann.